Achtung: Bilder von gekappten Bäumen, Rodungsfahrzeugen und frischem Totholz.
Am Montag dem 2. Februar sind gegen 11 Uhr ein Transporter, ein LKW und ein Harvester der Firma ArborArtist in den Wald gefahren. Wir wussten vom Grünflächenamt von „Wegesicherungsarbeiten“ die an dem Tag stattfinden sollten. Trotzdem haben wir uns entschieden zu bleiben, zu beobachten und dafür zu sorgen, dass das abgeschnittene Holz im Wald bleibt.


Das Grünflächenamt hat zwei Bäume als gefährlich eingestuft. Eine Weide links vom Baumhaus und eine links vom Eingang zur Lichtung. Die beiden wurden von den Waldarbeiter*innen auf 8m bzw. 6m gekappt. Auf unsere Bitte haben die Arbeiter*innen, die sich übrigens für den Erhalt des Wilden Waldes ausgesprochen haben, das abgeschnittene Holz im Wald gelassen.

Das Grünflächenamt hatte uns eigentlich mal versprochen bei Baumpflegearbeiten in den Auftrag zu schreiben, dass Totholz im Wald bleiben soll. Davon wussten die Arbeiter*innen vor Ort allerdings nichts und mussten da nochmal hinterher telefonieren. Auch bei zwei weiteren Baumarbeiten um den Jahreswechsel wurde ein großer Teil des abgesägten Holzes nicht im Wald gelassen!

Am nächsten Tag haben Aktivist*innen einen der Holzberge auf kleinere Haufen im Wald verteilt, den zweiten haben wir in Ruhe gelassen. Solche Totholzhaufen sind super Insektenhotels, Unterschlüpfe und Nahrungsquellen! 🐜Wir sehen das Abschneiden ganzer Baumkronen kritisch, der WiWa ist ein Wald, keine Parkanlage wo alles sauber und ordentlich zu sein hat. Zudem gibt es Alternativen zum Kappen.

Unseres Wissens nach sind diese Rodungssaison keine Baumpflegearbeiten mehr vorgesehen. Wir bleiben trotzdem wachsam! ✊ #WilderWaldBleibtWild