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Noch 18 Tage Rodungssaison. Die "Wegesicherungsarbeiten" am 2.2.2026 Achtung: Bilder von gekappten Bäumen, Rodungsfahrzeugen und frischem Totholz

Die „Wegesicherungsarbeiten“ am 2.2.

Achtung: Bilder von gekappten Bäumen, Rodungsfahrzeugen und frischem Totholz.

Am Montag dem 2. Februar sind gegen 11 Uhr ein Transporter, ein LKW und ein Harvester der Firma ArborArtist in den Wald gefahren. Wir wussten vom Grünflächenamt von „Wegesicherungsarbeiten“ die an dem Tag stattfinden sollten. Trotzdem haben wir uns entschieden zu bleiben, zu beobachten und dafür zu sorgen, dass das abgeschnittene Holz im Wald bleibt.

Das Grünflächenamt hat zwei Bäume als gefährlich eingestuft. Eine Weide links vom Baumhaus und eine links vom Eingang zur Lichtung. Die beiden wurden von den Waldarbeiter*innen auf 8m bzw. 6m gekappt. Auf unsere Bitte haben die Arbeiter*innen, die sich übrigens für den Erhalt des Wilden Waldes ausgesprochen haben, das abgeschnittene Holz im Wald gelassen.

Harvester neben der zweiten Weide

Das Grünflächenamt hatte uns eigentlich mal versprochen bei Baumpflegearbeiten in den Auftrag zu schreiben, dass Totholz im Wald bleiben soll. Davon wussten die Arbeiter*innen vor Ort allerdings nichts und mussten da nochmal hinterher telefonieren. Auch bei zwei weiteren Baumarbeiten um den Jahreswechsel wurde ein großer Teil des abgesägten Holzes nicht im Wald gelassen!

kahler Stamm einer Pappel, am Waldboden liegt ein wenig Totholz rum

Am nächsten Tag haben Aktivist*innen einen der Holzberge auf kleinere Haufen im Wald verteilt, den zweiten haben wir in Ruhe gelassen. Solche Totholzhaufen sind super Insektenhotels, Unterschlüpfe und Nahrungsquellen! 🐜Wir sehen das Abschneiden ganzer Baumkronen kritisch, der WiWa ist ein Wald, keine Parkanlage wo alles sauber und ordentlich zu sein hat. Zudem gibt es Alternativen zum Kappen.

Aktivist*innen auf einem Totholzstapel

Unseres Wissens nach sind diese Rodungssaison keine Baumpflegearbeiten mehr vorgesehen. Wir bleiben trotzdem wachsam! ✊ #WilderWaldBleibtWild

Öffentliche Anhörung 3.2.2026 Es gibt keinen Zielkonflikt: Wilder Wald Bleibt!

Öffentliche Anhörung 3.2.2026

Es gibt keinen Zielkonflikt: Wilder Wald bleibt!

Was war los?

Bei der Öffentlichen Anhörung „Wilder Wald/ Spreehafenviertel: Zielkonflikt erstnehmen“ am 3.2.2026 sollten die Politiker*innen der Bezirksversammlung, die später über den Wilden Wald entscheiden, sowie die Öffentlichkeit informiert werden. Dafür haben die Fraktionen Expert*innen eingeladen und das Publikum konnte Fragen stellen. Entschieden wurde dort nichts.

Wer hat das veranstaltet?

Die Linke und Volt (Opposition, wollen den Wald retten) hatten die Öffentliche Anhörung beantragt, leider mit einem Formfehler. Grüne und SPD (Regierung, wollen den Wald zerstören) haben es dann selber gemacht und hatten so die Macht über die Struktur und die Moderation. Sie haben das Thema in den Hauptausschuss (Fraktionsvorsitzende) gesteckt, dabei sitzen die zuständigen Fachpolitiker*innen im Stadtplanungsausschuss.

Warum hattet ihr diesmal keine Banner dabei?

Hatten wir. Aber das Bezirksamt hat alle Schilder oder Banner verboten und sogar die Cops gerufen, als wir im Foyer ankamen. Und der Sicherheitsdienst hat Taschen kontrolliert, damit bloß niemand ein Banner oder Schild mit rein schmuggelt. Aber wir haben alle unsere Flyer verteilt!

Waren viele Leute da und was haben die gefragt?

Es war überfüllt, obwohl der Bezirk selber die Öffentliche Anhörung gar nicht öffentlich beworben hat. Das haben die Waldretter*innen als ehrenamtliche Bürger*inneninitiative gemacht! Direkt zu Beginn wurde der Eingang geschlossen, zu spät Kommende kamen nicht mehr rein. Es haben nur Menschen was gesagt, die die Zerstörung des Waldes ablehnen oder kritisch sehen. Es wurden aber nicht alle Fragen drangenommen!

Was haben die Expert*innen gesagt?

Es waren neun (angebliche) Expert*innen dabei, fünf gegen den Wald, drei für den Wald und eins für Sportanlagen. NABU, BUND und ein Professor für Sozialwissenschaften haben klar gemacht, dass eine Zerstörung des Wilden Waldes gegen Arten-, Wald- und Klimaschutzgesetze verstoßen, den Menschen im Stadtviertel nur Nachteile bringen würde und die Zahlen, wie viel des Waldes angeblich erhalten bleiben soll, falsch sind.

Und was haben die anderen gesagt?

Bezirksamt und IBA haben wieder erzählt, wie toll sie das alles planen („Projekteinführung“), die SPD hat wieder Wohnungssuchenden und Geflüchteten für ihre veraltete Wohnungsneubau- und Stadtverplanungspolitik instrumentalisiert und die Grünen haben mitgemacht. Wie immer: Hafen- und Industrieflächen seien unantastbar, Neubau zwingend notwendig, der Uferstreifen und die „Maßnahmenfläche“ (0,9 ha Wald sollen erhalten bleiben) wären ein guter Kompromiss.

Ist irgendwas raus gekommen?

Nein. Die offizielle Stellungnahme der AG Naturschutz von 2023 ist gegen jede Bebauung. Seitdem wägen sie ab, arbeiten sie ein… ohne irgendeine Planänderung, die auch nur ansatzweise ein Kompromiss sein könnte. Eine ehrliche Abwägung könnte nur erfolgen, wenn auch ein Nein zum sog. Spreehafenviertel möglich wäre. Aber mit SPD und IBA geht Wirtschaft immer vor Natur- und Klimaschutz.

Und was meint ihr?

Wir haben gar keinen Bock mehr auf dieses Pseudobeteiligungstheater. Was die reden ist uns egal, wir machen Waldschutz – radikal! Diese Rodungssaison hat noch 20 Tage und auch danach gilt: Spreehafenviertel stoppen, Wilder Wald bleibt! GANZ!

Banner mit der Aufschrift: Was ihr redet ist uns egal. Wir machen Waldschutz radikal

WiWa Erhalten – „Spreehafenviertel“ verhindern!

Hilf mit! Komm am 3. Februar zur Anhörung!

Im Bezirksamt Mitte findet am Dienstag, dem 3. Februar eine Öffentliche Anhörung zum Thema „Zielkonflikt Spreehafenviertel/Wilder Wald“ statt, um die Politiker*innen zu informieren, die später über die Vernichtung des Waldes entscheiden werden. Dazu sind vier Expertinnen geladen und auch das Publikum darf Fragen stellen.

Das lassen wir uns nicht entgehen! Komm mit, auch wenn du keine konkreten Fragen hast oder findest, dass das eh alles nix bringt, wir wollen Präsenz zeigen und klar machen: es gibt keinen Zielkonflikt – Wilder Wald bleibt!

Was eine öffentliche Anhörung genau ist und wie sie funktioniert kannst du in diesem Artikel vom WiR nachlesen.

🗓️ Dienstag, 3. Februar 2026 um 17:30
📍 Bezirksamt Hamburg-Mitte, Caffamacherreihe 1-3, Sitzungssaal im 11. Stock, 20355 Hamburg, DE

Projektmonolog 2025

IBA und Bezirksamt informieren alljährlich über ihre Bauprojekte in Wilhelmsburg. Wir haben diese aktuellen Infos mitgebracht:

Die Planungen am sog. Spreehafenviertel seien im September wieder aufgenommen worden und es würden zur Zeit die Einwendungen der TÖB (Träger öffentlicher Belange) geprüft, darunter die der Naturschutzverbände. Diese hatten sich alle eindeutig für den Erhalt des Waldes ausgesprochen.

Anfang Februar findet im Hauptausschuss des Bezirks Mitte die „Öffentliche Anhörung Spreehafenviertel/ Wilder Wald – Zielkonflik ernst nehmen“ statt. Jede Fraktion kann Expert*innen benennen, die von den Ausschussmitgliedern zum Thema befragt werden können. Es ist für Publikum öffentlich und soll dazu dienen, dass die Ausschussmitglieder, die später über den Bebauungsplan entscheiden, mehr Hintergrundwissen bekommen.

Die „Öffentliche Planauslegung“ nennen sie jetzt offiziell „Öffentlichkeitsbeteiligung“. Wann diese stattfinden soll, wollten sie nicht sagen. Aber sie haben folgenden Zeitstrahl gezeigt:

  • Ende 2026 Baurecht, also B-Plan verabschiedet
  • Ab 2027 Beginn der Erschließung, also mögliche Rodung!

Weder der Rodungs- noch der Bauantrag für die 800 m² an der Schlenzigstraße seien bisher genehmigt. Sie haben versucht, die Verantwortung dafür BM-Bau zuzuschieben und es habe gar nichts mit dem sog. Spreehafenviertel zu tun. Dabei hat die Stadt selbst den Antrag gestellt, ist Grundstückseigentümerin und der Flächentausch wird nur „notwendig“, weil sie im sog. Spreehafenviertel neue Sportplätze planen.

Wir sind weiter wachsem, der Kampf um den Wilden Wald ist noch nicht entschieden!

Alarmbereitschaft im Wilden Wald

Was los ist und was du tun kannst:

Jede Rodung muss verhindert werden, sei das Gebiet noch so klein!
Industriegebiete gibt es genug, auch leerstehende. Wir brauchen Naturgebiete in der Stadt – für das lokale Klima, als Lebensraum und Erholungsort! Der WiWa ist ein Wald, kein Baugebiet!

Die Stadt Hamburg „braucht“ einen Teil des Firmengeländes für geplante Sportplätze. Dafür soll BM-Bau eine andere, größere Fläche bekommen, die zum Wald gehört. Obwohl das sog. Spreehafenviertel noch gar nicht beschlossen ist, wollen sie das jetzt vorziehen, weil ihr Gelände zu klein sei. Die Stadt hat Bau- und Rodungsantrag gestellt und die Umweltbehörde sagt, dass sie den genehmigen wird. Mehr Infos dazu findest du hier.

  • Verfolge und teile aktuelle Infos auf unseren Kanälen, achte auf Alarm!
  • Komm dienstags ab 7 Uhr zur Mahnwache an der Schlenzigstraße.
  • Frage nach, ob/wann die Genehmigung vorliegt oder ob die Rodung bereits beauftragt ist:
    Bauantrag M-BP-525-2025 Schlenzigstraße 20, Wilhelmsburg
    BUKEA: 040 428 40-359 info@bukea.hamburg.de
    Bezirksamt HH-Mitte: 040 428 54-2448/ – 3402 bp@hamburg-mitte.hamburg.de
    Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen: 040 428 23-4006 immobilienmanagement@lig.hamburg.de
  • Schau im Wald und an der Straße nach Markierungen, Parkverbot, Absperrungen, Arbeiter*innen, Baumpflege-/ Rodungsfirmen oder ob BM-Bau leerräumt und gib uns schnell Bescheid!
  • Bereite dich darauf vor, im Alarmfall so schnell wie möglich zum Wald zu kommen oder Unterstützungsaufgaben zu übernehmen. Infos dazu gibt es hier oder bei unseren Treffen.
  • Erzähle allen vom Wilden Wald, bring Freund*innen und Bekannte mit, starte mit deinen Bezugis einge AKtionen!
  • Mach der Politik Druck (und informiere die Presse).
  • Komm vorbei, wenn du mithelfen willst oder Fragen hast!
  • Gib Bescheid, wenn du Neues erfährst oder Vorbereitungen beobachtest.
Der Wilde Wald wird nicht gefällt! Rodungsantrag genehmigt - Was jetzt?

Rodungsantrag genehmigt – Was jetzt?

Laut BUKEA wird der Rodungsantrag für 800 m² des Wilden Waldes genehmigt. Da die gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichsflächen geschaffen werden sollen, bliebe ihnen nichts anderes übrig. Das Ausgleichsflächen ein großer Beschiss sind und im Waldgesetz auch viele gute Gründe für die Erhaltung und Pflege von Wäldern stehen, tut offensichtlich nichts zur Sache…

Luftbild vom Wilden Wald, rechts die Schlenzigstraße, in rot markiert das Gebiet das gerodet werden soll
geplantes Rodungsgebiet in rot

Wann wird gerodet?
Sobald die Genehmigung vorliegt darf ab dem 1.10.2025 gefällt werden.

Was wird gerodet?
800 m² an der Schlenzigstraße.

Wie kann ich helfen, die Rodung zu verhindern?

  • Komm zu unserer langen Mahnwache ab dem 26.09.2025 und verteidige gemeinsam mit uns den Wald
  • Wir setzen auf dot (diversity of techniques), werde kreativ, schnapp dir deine Bezugi und los geht’s!
  • Unterstütz uns mit Sach- und Geldspenden (frag uns, an was es fehlt)
  • Sprich uns an, welche Aufgaben du und deine Bezugis übernehmen könnt
    Verfolge unsere Social Media Kanäle für Updates und teile unsere Inhalte
  • Mach der Politik Druck!